Ägäis 2018

Nachdem wir 2005 bereits einmal in der Ägäis gesegelt sind, soll es ab heute 30. September wieder in die schöne Inselwelt gehen. Aber ein Medicane, eine Art Hurricane, welcher über der Ägäis liegt, lässt uns nicht einmal aus dem Hafen. Der Vercharterer bestimmt, dass heute kein Boot den Hafen verlassen darf.

Es gibt eine Revolution an Bord: Bisher haben wir die Daten der Fahrt in einem Logbuch aufgezeichnet. Schön, aber schwer zugänglich! Deshalb schreiben wir jetzt ein Online-

Logbuch

auf das wir während und nach der Fahrt jederzeit zurück greifen können.

Gegen Mittag gibt es dann eine Änderung: der Wind ist nicht mehr so stark und wir dürfen raus. Spontan entschließen wir uns zur Insel Aigina zu segeln ca. 15 sm entfernt. Von den Tagen zuvor steht noch eine starke Welle und auch der Wind ist frisch bis zu 28 Knoten.

Gegen 16 Uhr werfen wir in einer schönen Bucht den Anker.

Am nächsten Tag wollen wir nach Milos. Das bedeutet, dass wir früh aufstehen müssen, denn Milos liegt ca 75 Meilen entfernt.

Es ist nur schwacher Wind, so dass wir nur unter Motor fahren. In Adamas hat sich einiges verändert. Es gibt dort nun einen neuen Steg zum fest machen. Der Ort hat viele Kneipen. Der Tourismus ist angekommen. Plaka ist aber immer noch eine Reise wert.

Heute am 2.10. fahren wir mit den Bus nach Plaka hoch. Der Bus ist noch der gleiche wie im Jahre 2005. Ansonsten hat sich einiges geändert.

Der Blick von Plaka über das Meer ist aber noch immer traumhaft. Nach Mittag geht es ab nach Serifos. Wir versuchen zu segeln, aber der Wind ist zu schwach. Alle Trimmmöglichkeiten werden ausgereizt. Wir segeln mit so viel Bauch im Segel wie möglich.

Vor Serifos begleitet uns kurzzeitig ein Delfin.

Gegen 19:00 erreichen wir Serifos.

Mittwoch, der 3. Oktober

Das Wetter ist gut, aber es soll nur 22 Grad werden.

Nach einem erfrischenden Bad in einer vorgelagerten Bucht fahren wir unter Motor nach Loutra.

Dort ankern wir in der Agia Irini bay, painted by God.

Nach morgendlichen schwimmen in der geschützten Bucht und einem Bauernfrühstück starteten wir in Richtung Festland.

Heute konnten wir endlich segeln. Und siehe da: eine Regatta war zu beobachten. Es waren die uns bestens bekannten Russen!! Sehr eigenwillig und unterhaltsam. Übrigens mit unserer modifizierten Bavaria 41 haben wir vorne unter den viel längeren Booten mitgemischt und einige recht alt aussehen lassen! Gabi hat sogar ein Foto von der konstruierten Crew gemacht, als wir locker mit Bier und Kuchen vorbeizogen.

Nach eingehendem Besuch des Tempels und Abendessen auf dem Boot beschloss unser Skipper eine Nachtwache einzurichten, da der Wind böig war und das Schiff weit hin und her driftete. Gabi und ich übernahmen die erste Wache. Um 1 Uhr konnten wir uns ins Bett legen, um eine Stunde später geweckt zu werden. Der Anker hielt nicht mehr. Da die Bucht sehr voll war, entschlossen wir uns Richtung Athen loszufahren, was eine gute Entscheidung war. Nach dieser Einlage hätte keiner von uns mehr geschlafen.