Die Überführung der REINLAND nach Almere

Am Morgen des 1. Mai packten wir unseren Proviant ins Boot und legten ab Richtung Ijsselmeer. Wir wollten früh los und legten gegen 08:30 ab. Die Aussentemperatur ließ stark zu wünschen übrig; etwa 5 Grad, aber die Sonne war immerhin da. Nach der Schleuse Roermond, die am Morgen noch sehr leer war, freuten wir uns auf die schöne Fahrt nach Norden. Tagesziel war Nimwegen.

AbgeschlepptNothafen Kessel

Gegen 10:45 merkte ich, dass der  Motor überhitzt war. Das Wasser des inneren Kühlkreises trat aus dem Überlaufschlauch aus und spritzte auf den Motor, was zu starker Qualm- bzw. Dampfbildung führte. Um den Schaden zu begutachten, warfen wir am Rand der Maas außerhalb des Fahrwassers Anker. Die Keilriemenscheibe des Wasserpumpe war ausgeschlagen; an ein Weiterfahren nicht mehr zu denken. Ein Motorbootfahrer nahm uns ins Schlepp und setzte uns in Kessel an der Kaimauer mit einem rasanten Aufstoppen ab. Nachdem der Motor abgekühlt war, fuhr ich gegen 11:40 in den Nothafen in Kessel ein, der nur 20 Meter entfernt war.

Robert im silbernen Kombi vor der Fähreausgleichende Gerechtigkeit (Motorboot im Schlepp)

Zu unserem Glück kam uns Robert zu Hilfe, so dass wir in einer Werkstatt in  Roermond die Scheibe schweißen lassen konnten (ein Ersatzteil war so schnell nicht zu bekommen). Nach ca. 3 Std Aufenthalt ging es weiter. Der Motor lief wieder prima und gegen 16:20 konnten wir als sozusagen ausgleichende Gerechtigkeit ein Motorboot in den Hafen von Venlo schleppen. In Leukermeer war die Fahrt für uns dann vorbei.

In Maarsen an der Vecht

Am 02.05.2013 versuchten wir die verlorenen 3 Stunden wieder aufzuholen.  Die Fahrt ging um 08:20 los über die Maas bis Nimwegen, den Waal abwärts und schließlich zum Rhein-Amsterdam-Kanal. Die Schleusen hielten uns aber immer wieder auf. Dennoch gelang es uns unser Etappenziel für den 2. Tag, Maarsen an der Vecht, abends um 21:15 noch bei Tageslicht zu erreichen.

Brücke an der Vechtdas Ziel vor Augen - Hafen Muiderzand

Am 03.05.2013 legten wir um 09:00 Uhr ab. Zum einen war die erste Brückenöffnung erst um 09:00 und zum anderen hatten wir auch ausreichend Zeit, die wunderschöne Fahrt auf der Vecht zu genießen. Zum Glück gab es auch keine weiteren Probleme, so dass wir gegen 15:00 im Zielhafen einliefen.